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  EU will Autos mit weicher Nase  

 "Kuhfänger": Besonders Kinder und Radfahrer gefährdet

Unfallrisiko für Fußgänger und Radfahrer beim Zusammenprall mit Autos senken

Bis zu 2000 Todesfälle jährlich können verhindert werden

Das Unfallrisiko für Fußgänger und Radfahrer beim Zusammenprall mit Autos will die Europäische Kommission durch strengere Sicherheitsvorschriften für Autohersteller senken. Ein Gesetzentwurf sieht vor, dass ab 2005 neu auf den Markt kommende Fahrzeugtypen zwei Tests bestehen müssen, mit denen die Schwere von Verletzungen im Kopf- und Beinbereich bei Unfällen ermittelt wird.

Damit will die EU-Kommission erreichen, dass die Frontpartien von Autos künftig den Aufprall von Fußgängern oder Radfahrern besser abfedern. Bislang führen stabile Kühlermasken, unnachgiebige Motorhauben und scharfkantige Anbauteile wie zum Beispiel Scheibenwischer-Arme oftmals zu schwersten Verletzungen bei den "schwachen" Verkehrsteilnehmern.

Mit diesen Prüfungen, für die ab 2010 verschärfte Grenzwerte geplant sind, könnten bis zu 2000 Todesfälle jährlich verhindert werden, argumentiert die Kommission. In der EU kommen derzeit jedes Jahr rund 8000 Fußgänger und Fahrradfahrer bei Verkehrsunfällen ums Leben, weitere 300 000 werden verletzt. Die EU hat sich zum Ziel gesetzt, die Zahl der Todesfälle im Straßenverkehr bis 2010 um die Hälfte zu reduzieren.

Nach Verhandlungen mit der Kommission hatte sich die europäische Automobilindustrie im Jahr 2001 verpflichtet, durch Sicherheitsmaßnahmen im Frontbereich den Schutz von Fußgängern zu verbessern. Ähnliche Selbstverpflichtungen gingen die Autohersteller Japans und Koreas ein.

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Der ADFC fordert die Europäische Kommission auf, endlich eine europaweite Lösung des Problems der Frontschutzbügel vorzulegen.

"Kuhfänger": Besonders Kinder und Radfahrer gefährdet

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) begrüßt den Vorstoß der Bundesregierung, die lebensgefährlichen Frontschutzbügel an Geländefahrzeugen europaweit zu verbieten. Erwiesenermaßen werden auf Europas Straßen Kühe von Autos relativ selten, Kinder hingegen sehr häufig verletzt oder sogar getötet, so der ADFC. Auch für Radfahrer erhöhen die sogenannten Bullenfänger das Verletzungsrisiko.

ADFC-Bundesvorsitzender Wolfgang Große: "Der ADFC fordert Autofahrer auf, die lebensgefährlichen Frontschutzbügel abzumontieren." Wer sich ein neues Fahrzeug anschafft, sollte von vornherein auf die Bügel verzichten. Der ADFC unterstützt deshalb auch die Initiative von Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig (SPD) und Klaus Haupt, dem Vorsitzenden der Kinderkommission im Deutschen Bundestag, dass Abgeordnete des Bundestages in Autohäusern ihres Wahlkreises auf die Gefahr durch Frontschutzbügel für die schwächeren Verkehrsteilnehmer hinweisen könnten. Das werde sicher mithelfen, die Problematik bei Herstellern, Händlern und Käufern ins Bewusstsein zu rufen.

Neuste Meldung:
In einer freiwilligen Selbstverpflichtung hatte der ACEA (Verbandes der europäischen Automobilhersteller) unter anderem festgelegt, ab 2002 keine sogenannten Kuhfänger mehr an Autos zu bauen.

 

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