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  EUROGA 2002 plus - Ratinger Aktivitäten  

 2004 – Ratinger Rad–Rundweg mit 70 Schildern
 2003 – Nutzen auch in der Zukunft
 2003 – Der grüne Radkurs kostet Schweiß
 2002 – EUROGA 2002 plus mit eigenem Radweg


Ausschilderung ist vollendet

Ratinger Rad–Rundweg mit 70 Schildern

von Edzard Traumann

Am Samstag, dem 24. Mai 2003 gegen 19 Uhr, befestigte der Monteur Uwe Tollkemitt aus Borken das letzte Schild mit rotem Pfeil nach links dort, wo Schneppersdelle, Dorfstraße und Ringstraße in Homberg zusammentreffen. Damit war die Ausschilderung des Ratinger Radrundwegs vollendet. Seitdem können Radfahrer auch ohne Ortskenntnisse und Radwanderkarte die ca. 30 km lange Rundstrecke befahren, auch ohne sich an jeder Kreuzung neu orientieren zu müssen. Insgesamt sind nahezu 200 Pfeilwegweiser und über 70 Hinweisschilder mit Ziel- und Entfernungsangabe angebracht worden. Unter diesen Schildern befindet sich der rot-grün-violette Kreis mit Pfeil als Symbol für den Ratinger Radrundweg. Alle Schilder und deren Anbringung kosteten übrigens ca. 13000 Euro.

Die schon auf einige Entfernung gut sichtbaren Schilder sind für Radler ebenso wichtig wie der Zustand der Wege und Straßen und die Schönheit der Landschaft. Der Ratinger Radrundweg wird größtenteils abseits viel befahrener Straßen geführt. Er orientiert sich an der Anger, führt entlang ihres wildromantischen Abschnitts (hier identisch mit dem Euroga–Radweg von Wülfrath nach Venlo), vorbei am Blauen und Grünen See, streift den Grafenberger Wald, lässt zu beiden Seiten immer wieder den Blick auf Pferdekoppeln, Wiesen und Felder zu und führt endlich auf die Homberger Höhen, um von dort wieder ins Angertal herabzufallen.

Der Ratinger Radrundweg ist so vielseitig und abwechslungsreich wie die Ratinger Landschaft selbst – vom flachen Abschnitt durch den Grünzug in Ratingen-West bis zu der fast alpinen Strecke vom Bauerncafé GroßIlbeck nach Homberg. Diese Abwechslung macht aber gerade den Reiz des Rundweges aus. Wo sonst führt ein Radweg an 10 Skulpturen vorbei, die von Stephan Balkenhols „Mann im Hirschgeweih“ oberhalb des Parkplatzes Steinkothen in Hösel bis zu Johannes Lenharts „Anlasser (Drehkreuz)“ kurz vor der Grenze zu Düsseldorf den Ratinger Kunstweg bilden? Die meisten Skulpturen sind von Ratinger Künstlern geschaffen worden. Die Verbindung von Kultur und Natur ist das Motto der Euroga 2002 plus gewesen. Diese Philosophie ist in Ratingen nachhaltig umgesetzt worden. Der Ratinger Radrundweg ist hierfür ein besonders schönes Beispiel. Nur am Rande sei erwähnt, dass längs der Rundstrecke 10-fache Möglichkeit zur gemütlichen Einkehr besteht. Mögen noch viele Radfahrer sich an diesem abwechslungsreichen und anspruchsvollen Weg erfreuen.

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EUROGA 2002plus in Ratingen: Eine Nachbetrachtung

Nutzen auch in der Zukunft

Manfred Fiene, Rad-Magazin 2003

Die Stadt Ratingen stand 2002 unter dem besonderen Zeichen der 2. REGIONALE „Kultur- und Naturräume NRW", die mit dem Konzept einer „Europäischen Gartenschau", kurz: EUROGA 2002plus für großes Interesse gesorgt hat.

Ratingen hat mit dem Projektbeitrag „Wiederentdeckung der Nähe" die Chance genutzt, sich in der Region als Stadt im Grünen mit reichhaltigem Kulturerbe zu präsentieren. Der Erfolg der Veranstaltung hat alle Erwartungen übertroffen. Im Folgenden soll ein kurzer Rückblick auf das EUROGA–Ereignis gegeben werden.

Die Investitionsmaßnahmen sind – bis auf kleinere Restarbeiten – bis zur Eröffnung umgesetzt worden, wobei der vorgegebene Kostenrahmen von ca. 1.2 Mio € eingehalten worden ist. Die Investitionen sind über vier verschiedene Förderprogramme mit insgesamt 70 % gefördert worden. Folgende Maßnahmen wurden umgesetzt:

  • Rückwärtige Anbindung des Rheinisches Industriemuseums Cromford
  • Naturerlebnispfad Jugendherberge Ratingen
  • Grünzug Ratingen West mit Überarbeitung von Spiel-, Sport- und Wegeflächen

Daneben hat die Stadt mit „Veranstaltungen der anderen Art" geworben, auf denen die Ratingerinnen und Ratinger von Mai bis Oktober mit neue Ideen erleben und genießen konnten. Die Renner waren: Straßenfest in West (2.000 Teilnehmer), Picknick im Poensgenpark (600), Jazz und Klassik – Soiree in der Auermühle (700), Natur in der Musik (350) sowie die Konzerte im Innenhof vom Haus zum Haus (350).

Im Rahmen des EUROGA–Schau-fensterwettbewerbes haben sich 9 Ratinger Schulen in 32 Einzelhandelsgeschäften auf humorvolle Weise mit der EUROGA auseinandergesetzt. Eine Jury hat die eingereichten Werke bewertet und prämiert, anschließend wurden sie im Medienzentrum versteigert.

Möglich geworden ist das ehrgeizige Vorhaben nicht zuletzt durch die engagierte Mitarbeit von 24 Vereinen, darunter der ADFC, sowie Institutionen, Einzelpersonen und 13 Stadtämtern. Ihnen allen gebührt mein herzlicher Dank. Mein Dank gilt auch den vielen Sponsoren.

Vorbehaltlich der Finanzierung sind im Jahre 2003 folgende Veranstaltungen vorgesehen:

  • Parkfest in West
  • Picknick im Poensgenpark
  • Dichterlesungen im Park
  • Mai–Singen
  • Kulturreise Poensgenpark

Unter dem Strich war die EUROGA 2002plus eine erfolgreiche Veranstaltung. Da die Investitionen zum überwiegenden Teil in die Verbesserung der Freiraumqualität geflossen sind, werden die Ratingerinnen und Ratinger auch in Zukunft noch viel davon haben.

  • Umgestaltung des Schulhofs im Schulzentrum West
  • Denkmalpflegerische Überarbeitung des Poensgenparks
  • Netzschluß Fuß- und Radweg Parkplatz Angerbad / D2 Vodaphone
  • Kunstweg, mit 10 Freirauminstallationen im Erholungspark Volkardey, Grünzug Ratingen West, Süd-Dakota- Brücke, Poensgenpark, Angertal
  • EUROGA–Radweg von rund 8 km
  • Renaturierung der Angeraue bei Cromford

Die im Ausbauprogramm ursprünglich nicht vorgesehene Ausschilderung des EUROGA–Radrundweges (30 km) erfolgt in Abstimmung mit der landesweiten Ausschilderung von Radwegen zum Saisonauftakt 2003.

Im Ergebnis verfügt Ratingen heute über einen phantastischen Grünzug, der sich für den sanften Tourismus genauso eignet wie für kulturelle Veranstaltungen neuer Prägung.

Das angekündigte Programm ist mit seinen 28 Einzelveranstaltungen, den 24 geführten Spaziergängen durch das EUROGA–Gebiet, den 5 Führungen durch den Poensgenpark sowie den 6 geführten Radtouren (ADFC und ASC West) auf eine erfreulich große Resonanz gestoßen. Die geschätzte Besucherzahl lag bei ca. 6.800 Personen.

Kaum zu schätzen sind alle diejenigen, die sich mit den EUROGA-Freizeitkarten im Rucksack oder auf dem Gepäckträger ihres Rades auf eigene Faust auf Erkundungstour begeben haben. Diese Zahl dürfte aber die der Teilnehmerzahl der Veranstaltungen um ein Mehrfaches übersteigen.

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Euroga-Eröffnungstour mit 100 Teilnehmern

Der grüne Rundkurs kostet Schweiß

Rheinische Post vom 8.4.2002

„Mit soviel Resonanz haben wir gar nicht gerechnet", staunt Gerhard Filgers, Vorsitzender des ADFC Ratingen, über die rund 100 Radler, die sich gestern am Ostbahnhof zur Sonntags-Tour zusammengefunden hatten, um den Euroga-Kurs rund um Ratingen kennen zu lernen. Konzipiert wurde der Radrundweg von der Stadt gemeinsam mit dem ADFC. Die Leitung der Tour, die gleichzeitig auch die Fahrradsaison beim ADFC einleitet, hat Manfred Fiene, Leiter des Amtes für Grünflächen und Umweltschutz.

Zwar war es recht kühl, als die Radler sich auf ihre Drahtesel schwingen, aber die Sonne scheint und am blauen Himmel ist kein Wölkchen zu sehen. Vom Ostbahnhof geht es zunächst die Brachter Straße hinauf in Richtung Homberg. „An der Straße entlang zu fahren, ist nicht ganz so attraktiv, deshalb geht es gleich in einem Bogen durch die Felder", so Fiene. Den Thomashofweg entlang, lassen die Radler die Bauerncafés Scheifenhof und Groß Ilbeck links und rechts liegen.

In Homberg angekommen, wird die Gruppe vom Glockengeläut empfangen. Die Dorfstraße geht es hinunter in Richtung Schneppersdelle. „Der Spielplatz hier lädt vor allem Familien mit Kindern ein, Rast zu machen", so Fiene. Interessant sei aber auch die Geschichte der älteren Teile von Homberg. Der Blick über die Felder und auch die Abfahrt in Richtung Angertal entschädigt die Radler dann für den eben bewältigten Anstieg. Man kann auch die Segelflieger vom Meiersberg aus der Ferne beobachten.

Im Angertal kommen die Radler jetzt von der offenen Landschaft hinein in waldigeres Gebiet. Neben dem Weg fließt die Anger, es geht vorbei am Haus Anger in Richtung Müschenau und Auermühle. Am Weg entlang sollen noch Skulpturen aufgestellt werden: auch ein Euroga-Projekt der Stadt. Wieder sind einige Anstiege zu bewältigen.

Fahrradtauglich ausgebaut

Fiene: „Die Wege wurden hier alle radtauglich ausgebaut, so dass die vielen Perlen der Ratinger Naherholungsgebiete wie das Angertal, Haus zum Haus, der Poensgen-Park und Volkardey miteinander verbunden werden." Leider muss man immer wieder absteigen, weil Barrieren den Weg versperren. „Diese Baken mussten wir aufstellen, damit kein anderer Verkehr hier entlang fährt", so Fiene. Es sei leider nicht möglich gewesen, die Barrieren fahrradfreundlicher zu gestalten.

Ein Stück durch Ratingen Ost hindurch führt der Rundweg am Blauen See vorbei zum Haus Cromford. Bei einer Führung durch das Museum und den Poensgen-Park können die Teilnehmer ein wenig verschnaufen, bevor es weiter geht durch das Gewerbegebiet Tiefenbroich und die Kleingartenanlangen in Richtung Volkardey. „Das war eine schöne Tour, auch wenn es zwischenzeitlich ganz schön anstrengend war", meint Wilfried Lange. Er ist Mitglied im ADFC, nimmt aber nur ab und zu an den Radtouren teil.

Auch Filgers ist mit dem Rundkurs zufrieden: „Man kann hier die nähere Ratinger Umgebung kennen lernen. Der Kurs ist zwar nicht ganz einfach, aber die Landschaft entschädigt für die Anstrengungen." Ab Mai wird es auch eine Fahrradkarte geben, auf der der Rundkurs mit seinen Sehenswürdigkeiten verzeichnet ist.


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Rundtour soll europäische Kernregion „erfahrbar" machen

EUROGA 2002 plus mit eigenem Radweg

Manfred Fiene, Rad-Magazin 2002

EUROGA 2002 plus – so nennt sich offiziell das grenzüberschreitenden Projekt einer europäischen Gartenschau, an dem sich mehr als 100 Gemeinden an Rhein und Maas beteiligen. Durch Verbesserung der regionalen Zusammenarbeit soll der bewußte Umgang mit Natur und kultureller Tradition gefördert werden.

In Ratingen finden sich die Ideen der EUROGA im Angertal sowie in Tiefenbroich und West wieder. Die dort durchgeführten Maßnahmen der Stadterneuerung wurden von den betligten Ämtern zu vier Leitprojekten gebündelt:

1. Grüne Lunge / Biotopvernetzung

2. Kulturhistor. Anlagen, Poensgenpark

3. Kunstweg

4. EUROGA - Radweg

Der Ratinger Projektbeitrag zeichnet sich dadurch aus, dass sich im Herzen des Stadtgebietes auf einer Länge von 12 km verschiedene Freiraumtypen nahtlos aneinanderfügen. Der Spannungsbogen reicht von naturnaher Tallandschaft über denkmalgeschützte Parkanlagen bis hin zu weitläufigen Grünanlagen mit Spiel- und Sportangeboten für alle Generationen. Dieses Ensemble stellt das Ergebnis einer rund 30 Jahre umfassenden stadtökologischen Ausbauleistung dar.

620 km EUROGA-Radweg

Die EUROGA verbindet die Region Düsseldorf / Mittlerer Niederrhein mit der Provinz Limburg in den Niederlanden. Mit einer Rundtour soll diese europäische Kernregion mit dem Rad „erfahrbar" gemacht werden. Die rund 620 km lange Strecke eignet sich für eine mehrtägige Urlaubstour in den Ferien ebenso wie als Teilstrecke für das Wochenende oder einen Tagesausflug.

In Ratingen nimmt die mit Landesmitteln ausgebaute EUROGA-Route, von Heiligenhaus kommend, folgenden Verlauf: Angertal, Auf der Aue, In der Brück, Blauer See, durch den Wald (Stinkenberg) zum Bahnübergang am Gratenpoeter Teich. Über die Fußgängerbrücke über die A 52 geht es weiter nach Kaiserswerth.

25 km lokale Rundtour

Ausgehend von der Route der EUROGA auf Ratinger Stadtgebiet hat das Grünlächenamt (Herr Fiene) einen lokalen Rundkurs von ca. 25 Kilometern ausgearbeitet. Ihm folgend lässt sich das Projekt in seiner Gesamtheit erradeln. Man fährt bis Tiefenbroich die Anger entlang, durchquert Ratingen West und umrundet den Grünen See. Außerdem wird man auf den Höhen um Homberg zu herrlichen Aussichtspunkten geführt. Von April bis Oktober werden auf dem Rundkurs geführte Touren angeboten – an jedem ersten Sonntag im Monat (siehe unten).

Naturbetrachtung, Spiel und Sport

Während im Angertal (Naturschutzgebiet) und im denkmalgeschützten Poensgenpark die ruhige Naturbetrachtung im Vordergrund steht, bieten die zusammenhängend ausgebauten Grünanlagen im Ratinger Westen vielfältige Sport- und Spielaktivitäten und eine Fülle von Möglichkeiten für Zwischenstopps: Schautafeln informieren über die einzelnen Projekte.

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