ADFC
Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club

Ortsgruppe Ratingen

 
   ADFC Bund
   ADFC NRW
   ADFC Kreis 


   Hauptseite

   Aktuell

   Touren

   Technik

   Verkehr

   Menschen

   Rad-Magazin

   Übersicht


       Email

  << zur Technikseite

  Mein ergonomisches Fahrrad  

 Lenker oder Gesamtkunstwerk - der richtige Lenker
 Den Lenker einstellen
 Richtig treten kann jeder lernen

Rahmenhöhe, Sattel und richtige Einstellung

...keine Energie verpulvern

Von Gerd Buchner (Rad-Magazin 1997)

Durch ein wenig mehr Ergonomie am Fahrrad lässt sich mehr unserer eigenen Energie einsparen als durch sämtliche „Haiteck–Kugellager“ in Laufrädern und Tretlager. Ergonomie am Fahrrad bedeutet, das Fahrrad so auf die persönlichen Körpermaße und die natürlichen Bewegungsabläufe einzustellen, dass die eingesetzte Energie mit möglichst geringen Verlusten umgesetzt werden kann.

Ein Blick auf die Straße zeigt, dass wir unsere Kraft oft durch unnatürliche Körperhaltung und Bewegungen „verbraten“. Für den Trimmeffekt ist es sicher egal, wofür die körperliche Arbeit aufgewendet wird, aber „entspannt ankommen“ sollte ja wohl nicht nur für die Kundschaft der Autoindustrie gelten ...

Am Anfang war der Rahmen

Rahmenhöhe - Sattelhöhe - Beinlänge

Die erforderliche Rahmenhöhe lässt sich recht einfach mit dem Zollstock und Kopfrechnen ermitteln: Die Beinlänge messen, 25 cm abziehen – und schon haben wir die Rahmenhöhe!

Zwar schon oft gesagt, aber trotzdem: Die Rahmenhöhe hat mit der Radgröße (24, 26, 28 Zoll) nichts zu tun!

Hoch hinaus – die Sattelhöhe

Die Sattelhöhe kann man wissenschaftlich oder mit Augenmaß einstellen. Zunächst die wissenschaftliche Methode: Die ermittelte Beinlänge mit 1,09 multiplizieren, auf dieses Maß den Abstand zwischen Satteloberkante und untenstehendem Pedal einstellen.

Aufsteigen und staunen: „Booah, ist das hoch!“ Wer jetzt abspringt und eine schmerzhafte Erfahrung auf dem Oberrohr macht, hat sich wohl bei der Rahmenhöhe verrechnet oder beim Messen der Beinlänge die Plateausohlen–Schuhe angelassen.

Sicherer ist die Einstellung mit Augenmaß: Wenn man wie gewohnt im Sattel sitzt, sollte bei nach unten zeigender Tretkurbel die Hacke des ausgestreckten Beins exakt auf dem Pedal ruhen.

Knie überm Pedal

Ein bisschen Schiebung

Ein guter Sattel läßt sich auch in der Horizontalen stufenlos verschieben, die anderen – durch Drehen der Klemmschelle – entweder weit nach vorn oder weit nach hinten montieren. Die richtige Stellung hat man gefunden, wenn die Senkrechte durchs Knie auf die Pedalachse des in 45° Stellung befindlichen Kurbelarms zeigt. Das hört sich ja furchtbar an! Also besser so wie im Bild.


Sattel und Becken

So ist’s richtig

Zum Sattel selbst ist schon viel gesagt worden, daher hier nur zwei Dinge:

  • Da es zweierlei Menschen mit unterschiedlicher Anatomie gibt, gibt es auch zweierlei Sättel mit unterschiedlichen Formen.
  • Besser als Leder ist nur besseres Leder.
 

Der Lenker bestimmt

Der Lenker bestimmt, wo’s langgeht. Bei der Einstellung ist ein Oberkörperwinkel von ca. 45° anzustreben. Dies hat nicht nur aerodynamische Vorteile zur aufrechten Sitzposition, sondern stellt auch einen gesunden Kompromiss zwischen freier Atmung und verlängerter Bandscheibenhaltbarkeit dar. Man sagt zwar, es gäbe toll asphaltierte Radwege, aber wenn man da immer erst mit dem Zug hinfahren muss...

 

zum Seitenanfang


© 2002  ADFC Ratingen  -  www.adfc-ratingen.de