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Was unbedingt stimmen muss:

1. Bremsen

Die Bremsen sollten leichtgängig sein! Dazu müssen die Züge entweder mit Kunststoff–Innenhüllen ausgestattet oder gut gefettet sein. Öl eignet sich dafür nicht, da es innerhalb kurzer Zeit unten heraustropft. Sind die Züge verknickt bzw. ausgefranst, sollten sie sofort gegen solche mit Kunststoff–Innenhüllen ausgetauscht werden. Die Bremsklötze müssen korrekt eingestellt sein (Abstand und Stellung zur Felge). Abgefahrene bzw. durch ungünstige Einstellung ungleichmäßig abgenutzte Klötze müssen erneuert werden.

2. Beleuchtung

Die laut StVZO vorgeschriebenen „lichttechnischen Einrichtungen“, d.h. Scheinwerfer, Rücklicht, Speichen–, Pedal–, Front– und Heckreflektoren entsprechen den Mindestanforderungen. Empfehlenswert sind ein Halogenscheinwerfer und ein leichtlaufender Dynamo. Bei Neukauf eines Rades kommt die Anschaffung eines Nabendynamos in Frage.

3. Gepäckträger

Der bzw. die Gepäckträger sollten so stabil sein, dass die Stabilität des beladenen Rades beim Fahren möglichst wenig beeinträchtigt wird. Im Zweifelsfall empfiehlt sich eine Probefahrt mit voll beladenem Rad. Grundsätzlich empfehlenswert sind Hinterradgepäckträger mit zwei, besser drei Streben auf jeder Seite und Vorderradgepäckträger, bei denen man die Packtaschen in Achshöhe anbringen kann (sogenannter Low–Rider).

4. Werkzeug

Das Werkzeug muß zum Rad passen. So sollte man zum Beispiel ausprobieren, welche Schlüssel notwendig sind und welche nicht. Ein Reserveschlauch ermöglicht eine schnelle Reparatur des gefürchteten „Platten“ (nicht nur in strömendem Regen angenehm!).

Worauf man auch achten sollte:

5. Antrieb

Der Antrieb besteht aus Tretlager, Kette, Kettenrädern und Schaltung. Das Tretlager darf kein Spiel haben und sollte ausreichend gefettet sein. Die Kurbeln müssen fest auf der Tretlagerachse sitzen. Wer eine Nabenschaltung besitzt, muss im Wesentlichen nur darauf achten, dass die Kette gespannt (ca. 1 cm Durchhang) und geschmiert ist. Bei einer Kettenschaltung verschleißt die Kette durch den systembedingten Schräglauf sehr viel schneller. Den Verschleiß prüft man, indem man die Kette am vorderen Kettenblatt an der vordersten Stelle abhebt. Lässt sie sich um eine halbe Zahnhöhe oder mehr abheben, ist sie schrottreif.

6. Sattel

Von den fünf Kontaktstellen des Menschen zum Rad stützt der Sattel die empfindlichste. Umso unverständlicher ist es, dass gerade hier meist gespart wird. Der altbewährte Ledersattel stellt auch in unserer hochtechnisierten Gegenwart für den Tourenfahrer das Optimum dar. Vor dem Einfahren nicht das Fetten vergessen!

7. Rahmen

Der Rahmen muß zur Körpergröße des Fahrers bzw. der Fahrerin passen (Rahmenhöhe = Schrittlänge–25 cm). Außerdem müssen Lenker und Sattel richtig eingestellt sein. Eine aufrechte Sitzposition beansprucht die Bandscheiben stärker als die „45–Grad–Neigung“ des Oberkörpers.

8. Reifen

Schmale Reifen laufen leicht, sind aber unkomfortabel. Umgekehrt bieten breite Reifen guten Fahrkomfort, kosten aber mehr Kraft. Für den Tourenradler bieten die Reifenbreiten 32 und 37 einen sinnvollen Kompromiss. Abgefahrene und durch Überalterung rissige Reifen erhöhen die Plattfußhäufigkeit und mindern die Freude.

Außerdem braucht man Gepäck:

9. Packtaschen

Packtaschen sollen nichts weiter als leicht, geräumig, stabil und wasserdicht sein. Alle diese Eigenschaften hat keine Packtasche. Eine leichte Packtasche ist z.B. nicht wasserdicht, eine wasserdichte ist nicht leicht und eine schwere keineswegs immer wasserdicht. Wichtig ist, dass Packtaschen nicht in die Speichen kommen. Sind sie vorn abgeschrägt, behindern sie den Fahrer nicht so schnell beim Treten. Zwei einzelne Packtaschen sind einem „Verbundsystem“ vorzuziehen.

10. Gepäckverteilung

Grundsätzlich gilt: Das beste Gepäck ist das, was zu Hause bleibt! Das zusätzlich mitgenommene „gute Hemd“ rächt sich spätestens an der ersten Steigung. Um den Schwerpunkt tief zu halten, empfiehlt es sich, schwere Sachen ganz unten zu verstauen. Hat das Rad einen vorderen Gepäckträger (siehe Punkt 3), kann man das Gepäck gleichmäßiger verteilen, wobei auf die mögliche Beeinträchtigung der Lenkung zu achten ist. Auch hier gibt eine Probefahrt zuverlässig Aufschluss.

 

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