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von Joachim Gremm
Der Solarkocher SK 14, der vor allem in Afrika verbreitet ist, kocht nun auch in Sulden/Südtirol. Udo Fredmüller (ADFC Ratingen), der den „Sonnenherd“ mit dem Fahrradanhänger unermüdlich auf seinen zahlreichen Werbetouren transportiert, brachte ein Exemplar persönlich beim weltbekannten Mount-Everest-Bezwinger vorbei. Gemeinsam bauten sie das Gerät vor Messners Gasthaus „Yak & Yeti-Bar“ auf und stellten sich dem Fotografen.
„Ich finde Solarkocher einfach eine geniale Idee“, bekannte sich der prominente Bergsteiger als Freund des solaren Kochens: „Dabei entstehen absolut keine Emissionen und die Sonne ist die sauberste Energie, die wir haben können.“ Bei schönem Wetter soll künftig vor dem Gasthaus solargekochte „Topka“ dampfen – ein Reiseintopf, den in Nepal und Tibet jeder vorbeiziehende Wanderer angeboten bekommt.
Reinolf Messner kennt fest installierte Solarkocher von seinen Touren in Tibet. Dort stellen chinesische Ingenieure sie seit längerem für die karge Hochgebirgsregion her.
Nach Vorstellung des Himalaya-Kenners Messner sollten in den „lodges“, den Bergsteigerunterkünften, die Mahlzeiten künftig statt mit dem knappen Holz besser mit dem gut zerlegbaren und leicht transportablen SK 14 zubereitet werden.Auch als permanente Ausstattung der Biwakschachteln – einfache Schutzunterkünfte im Gebirge – seien Solarkocher empfehlenswert, schlug Messner als weitere Einsatzmöglichkeit vor.
Denn auf dem „Dach der Welt“ habe die Entwaldung bedrohliche Ausmaße angenommen. Gleichzeitig weise das Gebiet eine hohe Sonneneinstrahlung auf – ideale Voraussetzung für einen Solarkocher. Doch auch in Mitteleuropa kann man mit der Sonne kochen. Deshalb will Messner auch in heimischen Gefilden die Kraft der Sonne als Energiequelle demonstrieren: „Damit unsere Kinder wissen, dass es noch andere Energieformen gibt als der Strom aus der Steckdose.“
Udo Fredmüller konnte mit der Gewissheit Abschied nehmen, einen neuen Fan für seine Solarkocher–Idee gewonnen zu haben.
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