Vielen wird er in der Stadt mit seinem Solargefährt schon begegnet sein: Udo Fredmüller, ADFCler aus Ratingen, wirbt auf sehr überzeugende Weise für ein „Solarherdprojekt“ der Entwicklungshilfe. Auf seinem Leichtbauanhänger steht der Solarkocher SK 14, der mit einfacher, aber pfiffiger Technik sich in vielen Ländern der „Dritten Welt“ als umweltschonende und billige Energiequelle bewährt hat.Udo Fredmüller plant jetzt eine Werbefahrt durch Deutschland.
Weltweit kochen heute fast 2 Mrd. Menschen mit Brennholz. Nach Berechnungen der Weltbank wird in Entwicklungsländern jährlich eine Mrd. m3 Holz zum Kochen verbrannt; zusammen mit verbranntem Dung und Pflanzenresten entspricht das einer Energiemenge von täglich 5 Mio. Faß Öl.
Holz als Brennstoff ist in vielen Entwicklungsländern kaum mehr vorhanden, infolge des rigorosen Kahlschlags der Wälder. Versteppung und Bodenerosion sind die Folge. Aus fruchtbaren Gebieten werden karge Wüstenzonen.Dies bewirkt erhebliche Wanderungsbewegungen.
Nach neuesten Schätzungen führt diese Entwicklung dazu, daß im Jahre 2050 etwa 150 Mio. Umweltflüchtlinge aus dem Süden in den Norden emigrieren werden.
Eine Alternative für Brennholz und kostenintensive, umweltschädigende fossile Brennstoffe ist die Nutzung der Sonnenenergie durch Einsatz eines Solarkochers.
Ein Parabolspiegel reflektiert die Sonnenstrahlen auf einen im Brennpunkt befindlichen mattschwarzen Topf, der die Sonnenenergie absorbiert und den Inhalt zum Kochen bringt.
Nicht nur Kochen
Außer der Zubereitung von Mahlzeiten eignet sich ein Reflektor-Solarkocher z. B. zur Destillation von Wasser, zum Backen, Braten und zur gewerblichen Nutzung in Färbereien, für Flechtarbeiten usw. Mit der entsprechenden Zusatztechnologie kann der Solarkocher sogar zum Kühlen eingesetzt werden.
Der Einsatz von Solarkochern kann weltweit umfassende Hilfe bieten, indem er der Vernichtung des Baumbestandes entgegentritt und Aufforstungsmaßnahmen unterstützt.
Die Lebensbedingungen auf ländlichen Gebieten werden verbessert und die Landflucht mit ihren erschütternden Folgen wird verhindert. Darüber hinaus werden Frauen und Kinder in der sogenannten Dritten Welt vom täglichen Sammeln des Brennstoffes entlastet. Gesundheitsschädigendes Kochen unter Rauchentwicklung entfällt weitgehend. Selbsthilfewerkstätten zum Bau der Solarkocher verbessern den Ausbildungsstand und schaffen wertvolle Arbeitsplätze.
Wir suchen Partner
Partner, die in der Lage sind, eine Solarkocherproduktion mit akutem Brennstoffmangel anzuregen, aufzubauen und zu betreuen oder einfach nur die Idee weiterverbreiten helfen.Wir suchen Unterstützung von Entwicklungshilfeorganisationen, die unser Konzept übernehmen wollen.
Wir liefern hierzu die Musterbausätze mit Montage- und Bauplänen des Solarkochers SK14 zu unseren Selbstkosten (derzeit 400,00 DM).
Träger des Pojektes ist EG SOLAR, Entwicklungshilfegruppe Staatl. Berufsschule Altötting e.V., Spendenkonto: Kreissparkasse Altötting, BLZ 710 510 10, Kto.–Nr. 49338. Interessierte können auch mit Udo Fredmüller direkt Kontakt aufnehmen (Tel. 02102/473788).
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