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  Das blaue Fahrrad  

Lesetipps von Peter Kiefer

 Giro und Tour ganz anderer Art
 Am Niederrhein den Krimi nicht vergessen!
 Renn, Fahrrad renn!
 Gott fährt Fahrrad – aber was zum Teufel sind Duckdalben?
 Nie wieder Handtuchkrieg – Mit dem Fahrrad die Sonne putzen


Giro und Tour ganz anderer Art

Regine Deforges: Das blaue Fahrrad. Lübbe Verlag

Ab 1940, nach dem Einmarsch der Deutschen, hatte die französische Bevölkerung so gut wie keine Autos mehr. Sie wurden von den Nazis flächendeckend beschlagnahmt. Was das für die Zivilbevölkerung bedeutete, mag sich jeder vorstellen. In dieser Situation war man froh, ein Fahrrad zu besitzen. Besonders für die Akteure der Résistance war das Fahrrad ein unverzichtbares Bewegungsmittel.

In Paris war man dann nicht mehr auf die Metro angewiesen und konnte so die Kontrollstellen umfahren und Razzien entgehen. Auf ihrer „Tour de France“ der anderen Art transportierten die Partisanen neben den üblichen Botschaften Material wie z.B. Funkgeräte, Verpflegung und Waffen für den Widerstand und vieles mehr. Einigen gelang es, in ihren Fahrradkörben oder auf Gepäckträgern verfolgte jüdische Kinder vor den Nazis zu retten.

Ähnlich verhielt es sich mit der Resistenza in Italien. Eine Vielzahl von Romanen, Biographien und Berichten erzählen von Begebenheiten dieser Zeit. Die populäre französische Autorin schrieb mit ihrem Gesellschafts- und Liebesroman „Das blaue Fahrrad“ 1981 einen Weltbestseller.

Das französische Fernsehen zeigte einen aufwändig gedrehten TV-Dreiteiler mit Laetitia Casta in der Hauptrolle der 18jährigen Lea. Hineingezogen in die Auseinandersetzungen zwischen Kollaborateuren und der Résistance trifft sie eine Entscheidung, die sie in höchste Gefahr bringt und in deren Folge ihr altes blaues Fahrrad zum Symbol für eine Zukunft in Frieden und Freiheit wird.

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Am Niederrhein den Krimi nicht vergessen!

Hiltrud Leenders/Michael Bay/Artur Leenders
Königsschießen : der 1. Fall der Klever Kripo. grafit Verlag

Beim Trip an den Niederrhein den Krimi nicht vergessen! Wen es an den Niederrhein verschlägt – und dem gemeinen Radfahrer kann das leicht passieren – der sollte vorsichtig sein. Es könnte dort mörderisch zugehen. Aber keine Angst, die Fälle der Klever Kripo sind reine Fiktion. Obwohl kaum Fahrräder darin vorkommen, sind sie dennoch äußerst spannend.

Das Trio Criminale vom Niederrhein startete mit seinem 1. Fall eine bis heute anhaltende Erfolgsserie. Inzwischen sind bereits 7 weitere Kriminalromane erschienen, die ihren besonders eigenen Charme aus lokaltypischen Bezügen und Charakteren entwickeln. Und wer es ganz genau wissen will: obendrauf gibt’s im Buchhandel einen kriminalistischen Reiseführer mit dem Titel „Mörderischer Niederrhein“, der zu den Schauplätzen der Geschichten führt.

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Renn, Fahrrad renn!

Armstrong, Lance: Das Lance-Armstrong-Trainingsprogramm. Ehrenwirth Verlag

Dass der Radrennsport inzwischen massentauglich geworden ist, zeigen die vielen Fans alljährlich beim größten Radsport-Event, der Tour de France, ob vor dem Bildschirm oder direkt an den Straßenrändern. Als Vater eines heranwachsenden sportbegeisterten Sohnes (13), der Jahr für Jahr zu dieser Zeit sein Telekom-Trikot wiederentdeckt, stelle ich mich zwar den geforderten Duellen gerne, muss aber inzwischen meine Chancenlosigkeit am Berg, eine beliebte Teststrecke ist die Steigung nach Knittkuhl, neidvoll eingestehen. Vielleicht schaffen die nachfolgend vorgestellten Bücher ein wenig Abhilfe.

Selbstredend muss die Rückschau auf neue Bücher dieser sportlichen Kategorie bei A wie Armstrong, dem zweimaligen Tour de France-Sieger, beginnen. Nach seinem Bestseller „Tour des Lebens“ legt Lance zusammen mit seinem Trainer Chris Carmichael ein Trainingsbuch für Radrennfahrer vor. Fahrradtechnik, (-reparatur und Verkehrsverhalten), das Kernstück: das Carmichael-Trainingsprogramm, Grundtechnik des Fahrens, Fahrtechnik (für Profis) – alles ist wichtig. Der systematische Trainingsaufbau wird auch für den Laien verständlich dargestellt.

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Gott fährt Fahrrad – aber was zum Teufel sind Duckdalben?

Maarten ‘t Hart: Gott fährt Fahrrad. Arche Verlag

Gäbe es Gott, wo würde er wohl am liebsten Fahrrad fahren? Richtig, natürlich in Holland, dem fahrradfreundlichsten Land der Erde. Das Erinnerungsbuch des holländischen Erfolgsautors, geboren 1944, führt zurück in die calvinistisch geprägte Welt seiner Kindheit und zugleich in die wunderliche Welt seines Vaters, Beerdigungsunternehmer aus Maasluis, einem Küstenort unweit von Rotterdam.

Auf dem spiegelglatten Kai seines Heimatortes war er auf einem „lächelnden Ölflecken“ ausgerutscht. Die Duckdalbe hielt seinen unweigerlichen Rutsch ins Wasser auf. Gott(?) sei Dank, sonst gäbe es vielleicht dieses unterhaltsame, poetische und humorvolle Buch nicht, ein Buch für jede Fahrradtourpause mit skurrilen Episoden und nachdenklichen Gesprächen. Möglicherweise begegnet ihr IHM ja auch wie der junge Marten ‘t Hart: „Vielleicht war der Mann auf dem Fahrrad ja Gott.

Er wusste, wie mein Vater und meine Mutter hießen, er wusste, wie mein Großvater hieß und was er machte, ja, er wusste alles, genau wie Gott. Aber Gott auf dem Fahrrad? Das kam mir merkwürdig vor, davon wurde in der Bibel nie gesprochen, und doch war es nicht völlig ausgeschlossen, denn Gott konnte alles. Also auch Fahrrad fahren.“

(Duckdalbe = Pfahlgruppe im Hafen zum Festmachen von Schiffen)

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Nie wieder Handtuchkrieg – Mit dem Fahrrad die Sonne putzen

Rufus Barke /Ralf Schanze: Mallorca. Stöppel-Freizeitführer 960

Peguera, Port d’Alcudia, Cala Millor und Cala d’Or, also typische Touristenorte an der mallorquinischen Küste, sind Ausgangspunkte mehrerer ausgesuchter Rundtouren. Für die Erkundung des Landesinneren empfehlen Barke und Schanze die landschaftlich schöne Umgebung von Sineu.

Rad fahren steht inzwischen auf Mallorca hoch im Kurs. Dies haben immer mehr Hotels erkannt und stellen ihren Gästen sogar oft kostenlos Fahrräder zur Verfügung. Wo man sonst noch Räder ausleihen kann und vieles mehr zu Ausflugsorten, Land und Leuten, Essen und Trinken, Übernachten und Veranstaltungstipps erfahren Sie in diesem informativen Radwanderführer.


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